Wenn Sie nach schnecken bekämpfen bierfalle alternativen suchen, brauchen Sie keine lange Theorie, sondern eine klare Entscheidung: Setzen Sie zuerst auf Vorbeugung, Absammeln, Barrieren und schneckenunfreundliche Beetpflege statt auf Bierfallen. Bierfallen können Schnecken zusätzlich anlocken und treffen nicht gezielt nur die Tiere, die Ihre Pflanzen schädigen. Wirksame Alternativen sind daher ein Maßnahmenmix aus abendlicher Kontrolle, trockenen Laufwegen, Schutzringen für Jungpflanzen und einem Garten, der natürliche Gegenspieler unterstützt.

Für Balkon, Hochbeet und Nutzgarten in Deutschland gilt: Je früher Sie nach feuchten Nächten kontrollieren, desto weniger Schaden entsteht an Salat, Dahlien, Funkien, Tagetes und jungen Gemüsepflanzen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ursachen einordnen, passende Methoden auswählen und Schnecken natürlich bekämpfen, ohne die Bierfalle als Standardlösung zu nutzen.

Was Sie zu schnecken bekämpfen bierfalle alternativen sofort wissen sollten

Foto: Was Sie zu schnecken bekämpfen bierfalle alternativen sofort wissen sollten - Schnecken Bekämpfen Bierfalle Alternativen: erkennen, vorbeugen und lösen
Foto: Was Sie zu schnecken bekämpfen bierfalle alternativen sofort wissen sollten - Schnecken Bekämpfen Bierfalle Alternativen: erkennen, vorbeugen und lösen

Bierfallen wirken auf den ersten Blick einfach: Gefäß eingraben, Bier einfüllen, warten. Im naturnahen Garten sind sie aber selten die beste erste Wahl. Der Geruch kann Schnecken aus der Umgebung anziehen, während nicht alle Tiere in der Falle landen. Außerdem lösen Bierfallen nicht die eigentliche Ursache: feuchte Verstecke, empfindliche Jungpflanzen, dichte Mulchschichten direkt am Pflanzenhals oder ungeschützte Beetränder.

Besser ist ein gestuftes Vorgehen. Sie machen den Standort weniger attraktiv, schützen besonders gefährdete Pflanzen und entfernen Schnecken gezielt dort, wo sie wirklich Schaden verursachen. Das passt zum Ansatz Natürlicher Pflanzenschutz, weil Sie nicht wahllos eingreifen, sondern das Gartenökosystem mitdenken.

Wichtig ist auch die Unterscheidung: Nicht jede Schnecke ist ein Problem. Nacktschnecken verursachen häufig den sichtbaren Fraß an weichen Blättern. Gehäuseschnecken fressen oft abgestorbenes Pflanzenmaterial und sind im Garten nicht automatisch Schädlinge. Beobachten Sie deshalb Fraßspuren, Tagesverstecke und die betroffenen Pflanzen, bevor Sie Maßnahmen starten.

Seriöse Hintergrundinformationen zu naturnahem Gärtnern und Arten im Garten finden Sie zum Beispiel beim NABU: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/ sowie bei den Landwirtschaftskammern der Bundesländer, etwa der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: https://www.landwirtschaftskammer.de/

Welche Voraussetzungen, Standorte und Planungen Schneckenprobleme verringern

Infografik: Welche Voraussetzungen, Standorte und Planungen Schneckenprobleme verringern - Schnecken Bekämpfen Bierfalle Alternativen: erkennen, vorbeugen und lösen
Infografik: Welche Voraussetzungen, Standorte und Planungen Schneckenprobleme verringern - Schnecken Bekämpfen Bierfalle Alternativen: erkennen, vorbeugen und lösen

Schnecken lieben feuchte, geschützte Bereiche. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihren Garten trockenlegen sollen. Es bedeutet, dass Sie Feuchtigkeit gezielt an die Wurzeln bringen und nicht unnötig Laufwege und Verstecke schaffen. Besonders gefährdet sind Beete mit dichter Randbepflanzung, Kompostnähe, schattige Ecken, bodennahe Blattpolster und Jungpflanzen, die frisch gesetzt wurden.

Auf dem Balkon entstehen Schneckenprobleme seltener, aber sie sind möglich. Schnecken können über Pflanzgefäße, gekaufte Erde, Jungpflanzen oder angrenzende Begrünung eingeschleppt werden. In großen Kübeln, Pflanztrögen und Balkonhochbeeten finden sie Verstecke unter Topfrändern, Untersetzern, Holzelementen und dichter Bepflanzung.

Planen Sie gefährdete Kulturen so, dass Sie sie leicht kontrollieren können. Salat, Basilikum, Zucchini-Jungpflanzen, Bohnen, Gurken, Erdbeeren und viele Sommerblumen sollten in den ersten Wochen nicht in unübersichtlichen Beetecken verschwinden. Ein schmaler Kontrollweg, ein freier Rand und gut erreichbare Pflanzabstände sparen später viel Arbeit.

Für Hochbeete lohnt sich eine Kombination aus sauberer Kante, Kupferband oder mechanischem Schneckenschutz und regelmäßiger Kontrolle der Innenwände. Kupfer kann Schnecken je nach Feuchtigkeit und Verschmutzung bremsen, ist aber kein absoluter Schutz. Auch hier gilt: Eine einzelne Maßnahme ersetzt nicht die Pflege des Umfelds.

Ein interner Linkanker, der an dieser Stelle gut passen würde, lautet: Naturnahes Hochbeet planen. Ebenfalls sinnvoll wäre ein interner Beitrag mit dem Anker: Jungpflanzen abhärten und richtig auspflanzen.

Welche Kriterien für Natürlichen Pflanzenschutz bei Schnecken zählen

Infografik: Welche Kriterien für Natürlichen Pflanzenschutz bei Schnecken zählen - Schnecken Bekämpfen Bierfalle Alternativen: erkennen, vorbeugen und lösen
Infografik: Welche Kriterien für Natürlichen Pflanzenschutz bei Schnecken zählen - Schnecken Bekämpfen Bierfalle Alternativen: erkennen, vorbeugen und lösen

Natürlicher Pflanzenschutz bedeutet nicht, dass Sie jeden Fraß tolerieren müssen. Er bedeutet, dass Sie die mildeste wirksame Maßnahme wählen und erst stärker eingreifen, wenn der Schaden es erfordert. Bei Schnecken ist das besonders sinnvoll, weil Standort, Wetter und Pflanzenalter den Befall stark beeinflussen.

Die beste Methode hängt davon ab, ob Sie ein Gemüsebeet, einen Ziergarten, ein Hochbeet oder einen Balkon schützen möchten. Auch der Zeitaufwand spielt eine Rolle. Wer abends regelmäßig im Garten ist, erreicht mit Absammeln und Versteckfallen viel. Wer nur am Wochenende kontrolliert, braucht robustere Barrieren und eine vorbeugende Beetstruktur.

Alternative zur Bierfalle Geeignet für Vorteil Grenze der Methode
Absammeln am Abend oder frühen Morgen Beete, Hochbeete, Balkonkästen sehr gezielt, sofort sichtbar braucht Regelmäßigkeit
Bretter oder feuchte Pappe als Kontrollversteck Gemüsebeet, Kompostnähe erleichtert das Finden am Morgen muss täglich kontrolliert werden
Schneckenzaun mit umgebogener Kante Gemüsebeet, größere Kulturen schützt Flächen mechanisch Einbau und Randpflege nötig
Schutzringe für Jungpflanzen Salat, Kohl, Dahlien, Zucchini schützt die empfindlichste Phase nur für einzelne Pflanzen praktikabel
Gießen am Morgen statt am Abend fast alle Standorte verringert nächtliche Feuchte bei Hitze weiterhin bedarfsgerecht gießen
Grobe, trockene Wege um Beete Nutzgarten, Hochbeet erschwert Schneckenbewegung nach Regen weniger wirksam
Förderung von Vielfalt im Garten naturnahe Gärten unterstützt natürliche Balance wirkt nicht als Sofortmaßnahme

Bei allen Methoden sollten Sie messbar kontrollieren, ob sie funktionieren. Prüfen Sie zwei Wochen lang alle zwei bis drei Tage dieselben Pflanzen: neue Fraßlöcher, frische Schleimspuren, Anzahl gefundener Schnecken und Zustand der Jungpflanzen. Wenn die Schäden abnehmen, bleiben Sie bei der Methode. Wenn nicht, kombinieren Sie eine Barriere mit konsequentem Absammeln.

Wie Sie Ursachen für Schneckenfraß erkennen und sicher einordnen

Schneckenfraß erkennen Sie meist an unregelmäßigen Löchern, angefressenen Blatträndern und silbrigen Schleimspuren. Besonders typisch ist Schaden über Nacht. Morgens sehen Jungpflanzen plötzlich abgeraspelt aus, während am Vortag noch alles unauffällig war. Bei Sämlingen bleibt manchmal nur ein Stielrest stehen.

Verwechseln Sie Schneckenfraß nicht mit anderen Ursachen. Erdflöhe hinterlassen viele kleine, rundliche Löcher, häufig an Kohlgewächsen und Radieschen. Raupen fressen ebenfalls Blätter, hinterlassen aber oft Kotkrümel und sitzen an Blattunterseiten. Trockenstress macht Blätter schlaff oder braun, verursacht aber keine Schleimspuren. Eine sichere Einordnung verhindert, dass Sie gegen Schnecken arbeiten, obwohl ein anderes Problem vorliegt.

Suchen Sie nach den Verstecken. Heben Sie Topfränder, Bretter, dichte Mulchstellen, Blumentöpfe, Steine, Erdbeerlaub und Pflanzetiketten an. Kontrollieren Sie Kompostnähe und schattige Beetränder. Auf dem Balkon lohnt der Blick unter Untersetzer, in Bewässerungsrinnen und an der Rückseite großer Kübel.

Die Tageszeit ist entscheidend. Nach Regen, bei hoher Luftfeuchtigkeit und in milden Nächten sind Schnecken besonders aktiv. Der Deutsche Wetterdienst bietet regionale Wetter- und Niederschlagsinformationen, die Ihnen bei der Planung von Kontrollen helfen können: https://www.dwd.de/DE/wetter/wetterundklima_vorort/_node.html

Ein praktischer Diagnoseablauf sieht so aus: Prüfen Sie zuerst die Pflanze, dann die Umgebung, dann den Zeitpunkt. Frische Schleimspuren plus nächtlicher Fraß plus feuchte Verstecke sprechen klar für Schnecken. Fehlen Schleimspuren und sitzen Raupen an der Blattunterseite, brauchen Sie eine andere Strategie.

Wie Sie Schnecken ohne Bierfalle Schritt für Schritt bekämpfen

Eine gute Anleitung beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit einer Reihenfolge. So vermeiden Sie hektische Einzelmaßnahmen und sehen schneller, was tatsächlich hilft.

  1. Kontrollieren Sie nach feuchten Abenden die gefährdeten Pflanzen. Gehen Sie mit Taschenlampe am späten Abend oder sehr früh am Morgen durch Beet, Hochbeet oder Balkon. Schauen Sie zuerst an Salat, jungen Kohlpflanzen, Dahlien, Funkien, Erdbeeren und frisch gesetzten Gemüsejungpflanzen.

  2. Sammeln Sie Schnecken gezielt ab. Nutzen Sie Handschuhe oder eine kleine Schaufel. Bringen Sie die Tiere nicht einfach wenige Meter weiter an den Beetrand, wenn sie von dort sofort zurückfinden könnten. Orientieren Sie sich an örtlichen Vorgaben und wählen Sie eine verantwortliche, tierschutzbewusste Vorgehensweise.

  3. Entfernen Sie unnötige Verstecke direkt an gefährdeten Pflanzen. Räumen Sie alte Bretter, dichte Pflanzenreste, dauerhaft nasse Untersetzer und flach aufliegendes Laub weg. Mulch kann im Garten wertvoll sein, sollte aber bei starkem Schneckendruck nicht direkt an zarten Stängeln liegen.

  4. Gießen Sie möglichst morgens. So trocknet die Oberfläche bis zum Abend besser ab. Gießen Sie bodennah und zielgerichtet, nicht breit über Wege und Blätter. Bei Balkonkästen prüfen Sie nach dem Gießen, ob Untersetzer dauerhaft voll Wasser stehen.

  5. Schützen Sie Jungpflanzen mechanisch. Setzen Sie Schneckenkragen, Pflanzringe, Schneckenzäune oder Abdeckhauben ein, solange die Pflanzen klein und besonders attraktiv sind. Kontrollieren Sie vor dem Aufsetzen, ob sich bereits Schnecken im geschützten Bereich befinden.

  6. Legen Sie Kontrollverstecke an. Ein Brett, ein umgedrehter Topfuntersetzer oder ein Stück feste Pappe kann Schnecken am Morgen sichtbar machen. Das ist keine Falle im Sinne eines Lockmittels wie Bier, sondern eine Kontrollhilfe. Wichtig ist die tägliche Kontrolle, sonst schaffen Sie nur ein bequemes Versteck.

  7. Pflanzen Sie robust und gestaffelt. Setzen Sie gefährdete Jungpflanzen nicht alle auf einmal aus, wenn eine feuchte Wetterphase angekündigt ist. Ziehen Sie einzelne Pflanzen etwas größer vor oder schützen Sie den ersten Satz intensiver. Größere, kräftigere Pflanzen verkraften leichten Fraß besser als sehr junge Setzlinge.

  8. Bewerten Sie nach zwei Wochen. Notieren Sie, ob neue Fraßstellen abnehmen. Bleibt der Druck hoch, kombinieren Sie Schneckenzaun, Absammeln und Standortpflege. Vermeiden Sie den Wechsel von Methode zu Methode im Tagesrhythmus, denn dann erkennen Sie keine Wirkung.

Für BalkonWunder passt hier ein interner Linkanker wie: Gemüse auf dem Balkon vor Schädlingen schützen. Auch ein Beitrag mit dem Anker: Richtig gießen im Balkongarten wäre für Leserinnen und Leser hilfreich.

Wann Pflege, Timing und Saison über den Erfolg entscheiden

Schneckenbekämpfung ist stark vom Wetter abhängig. Nach milden, feuchten Nächten sollten Sie empfindliche Pflanzen besonders aufmerksam kontrollieren. Nach trockenen Phasen sinkt der Druck oft, kann aber nach dem nächsten Regen schnell zurückkehren. Deshalb ist ein flexibler Saisonplan sinnvoller als ein einmaliger Großeinsatz.

Im Frühjahr sind Jungpflanzen am gefährdetsten. Salat, Kohl, Kürbisgewächse und Sommerblumen haben noch wenig Blattmasse und werden schnell stark geschädigt. Setzen Sie Schneckenringe oder Abdeckungen direkt beim Pflanzen ein. Kontrollieren Sie auch gekaufte Jungpflanzen und Topfballen, bevor sie ins Beet kommen.

Im Frühsommer steigt das Risiko bei feuchter Witterung. Jetzt wachsen viele Pflanzen kräftig, aber dichte Bestände schaffen Schatten und Verstecke. Schneiden Sie bodennahe, beschädigte Blätter ab, wenn sie faulen oder dauerhaft auf dem Boden liegen. Lassen Sie aber genug Blattmasse stehen, damit die Pflanze vital bleibt.

Im Hochsommer verschiebt sich die Aufgabe. Bei Trockenheit brauchen Pflanzen Wasser, zugleich sollten Sie Schnecken nicht durch abendliches Flächengießen fördern. Gießen Sie morgens gründlich und gezielt. In Kübeln hilft eine Fingerprobe in der Erde: Ist die obere Schicht trocken, aber darunter noch feucht, warten Sie mit weiterem Gießen, sofern die Pflanze nicht sichtbar schlapp macht.

Im Herbst sollten Sie Pflanzenreste sortieren. Krankes oder faulendes Material gehört nicht als dichter Haufen direkt neben empfindliche Kulturen. Laub kann ökologisch wertvoll sein, sollte aber bewusst platziert werden, zum Beispiel unter Sträuchern statt als nasse Matte im Salatbeet. Reinigen Sie Schneckenzäune und Hochbeetränder, damit mechanische Barrieren nicht durch Erde oder Pflanzenbrücken überwunden werden.

Im Winter geht es um Vorbereitung. Prüfen Sie Beetkanten, Hochbeetfugen und Topflager. Planen Sie im nächsten Jahr gefährdete Kulturen besser erreichbar. Wer im Winter Pflanzpläne erstellt, sollte nicht nur Sonne und Nährstoffbedarf beachten, sondern auch Schneckenrisiko und Kontrollwege.

Welche Fehler Schneckenprobleme verschärfen und wie Sie sie vermeiden

Der häufigste Fehler ist die Bierfalle als alleinige Lösung. Sie kann kurzfristig Aktivität sichtbar machen, beseitigt aber weder Verstecke noch nächtliche Feuchtigkeit. Wenn Sie sie nahe am Beet einsetzen, kann der Lockeffekt sogar unerwünscht sein. Wer Bierfallen dennoch testet, sollte sie nicht direkt zwischen gefährdete Jungpflanzen stellen und die Wirkung kritisch beobachten.

Ein zweiter Fehler ist abendliches, breitflächiges Gießen. Natürlich müssen Pflanzen ausreichend Wasser bekommen. Doch nasse Wege, feuchte Mulchdecken und tropfende Blätter schaffen ideale Bedingungen für nächtliche Schneckenaktivität. Besser ist bodennahes Gießen am Morgen, angepasst an Wetter, Gefäßgröße und Pflanzenbedarf.

Auch zu dichter Mulch kann problematisch sein. Mulch schützt Bodenleben und Feuchtigkeit, aber bei starkem Schneckendruck sollten Sie ihn um empfindliche Jungpflanzen vorübergehend reduzieren. Ein freier Kragen um den Pflanzenhals erleichtert Kontrolle und lässt die Oberfläche schneller abtrocknen.

Viele Gärtnerinnen und Gärtner setzen Barrieren zu spät ein. Wenn der Salat bereits stark geschädigt ist, retten Schutzringe nur noch den Restbestand. Mechanischer Schutz gehört beim Pflanzen dazu, vor allem bei bekannten Problemstellen. Kontrollieren Sie außerdem, ob Blätter über den Schneckenzaun hängen. Solche Pflanzenbrücken machen jede Barriere wirkungslos.

Ein weiterer Fehler ist falsche Sicherheit durch einzelne Materialien. Kaffeesatz, Eierschalen, Sägemehl oder Asche werden oft empfohlen. In der Praxis verlieren viele Streumaterialien bei Feuchtigkeit schnell ihre Wirkung oder bringen andere Nachteile mit sich. Kaffeesatz sollte nicht in großen Mengen ausgebracht werden, und Asche gehört nur sehr gezielt in den Garten, weil sie den Boden beeinflussen kann. Nutzen Sie solche Mittel höchstens zurückhaltend und nicht als Kernstrategie.

Problematisch ist auch der unkritische Einsatz von Schneckenkorn. Wenn Sie Pflanzenschutzmittel verwenden, beachten Sie immer die aktuelle Zulassung, die Gebrauchsanweisung und die Anwendungshinweise auf der Verpackung. Für naturnahe Gärten sind mechanische und vorbeugende Maßnahmen meist die bessere erste Wahl. Informationen zu Pflanzenschutz und Zulassungen bietet in Deutschland das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/psm_node.html

Welche Checkliste beim natürlichen Schneckenschutz hilft

Nutzen Sie diese Checkliste vor allem in der Pflanzzeit und nach Regen. Sie ist bewusst praktisch gehalten, damit Sie im Alltag schnell entscheiden können, was zu tun ist.

  • Sind an den betroffenen Pflanzen frische Schleimspuren sichtbar?
  • Wurden die Schäden über Nacht stärker?
  • Liegen Bretter, dichte Pflanzenreste, Untersetzer oder nasse Mulchpolster direkt neben gefährdeten Pflanzen?
  • Haben Sie nach Regen am Abend oder am frühen Morgen kontrolliert?
  • Sind Jungpflanzen mit Schneckenringen, Kragen oder einem sauberen Hochbeetrand geschützt?
  • Wird morgens bodennah gegossen statt abends breit über Beet und Wege?
  • Gibt es Pflanzenbrücken über Schneckenzäune oder Kupferbänder?
  • Trocknen Beetränder und Wege nach dem Gießen wieder ab?
  • Haben Sie Kontrollverstecke ausgelegt und täglich geleert?
  • Wurde nach zwei Wochen geprüft, ob neue Fraßschäden abnehmen?

Eine einfache Erfolgskontrolle reicht oft aus. Markieren Sie drei bis fünf besonders gefährdete Pflanzen und fotografieren Sie sie alle paar Tage aus ähnlicher Entfernung. Notieren Sie zusätzlich, ob es geregnet hat und welche Maßnahme Sie umgesetzt haben. So erkennen Sie, ob die Kombination aus Absammeln, Barrieren und Standortpflege wirkt.

Für Balkon und Terrasse ergänzen Sie diese Punkte: Kontrollieren Sie Untersetzer, Topffüße und Hohlräume unter Pflanzkästen. Stellen Sie Kübel so, dass Sie darunter sauber machen können. Prüfen Sie neue Pflanzen vor dem Einsetzen, besonders wenn sie dichtes Laub oder feuchte Ballen haben.

Fazit: Welche Bierfalle-Alternativen im Biogarten sinnvoll sind

Die beste Antwort auf schnecken bekämpfen bierfalle alternativen ist kein einzelner Trick, sondern ein verlässliches System. Entfernen Sie Verstecke, gießen Sie morgens, schützen Sie Jungpflanzen mechanisch und sammeln Sie bei feuchtem Wetter gezielt ab. So greifen Sie dort ein, wo Schäden entstehen, ohne den Garten unnötig aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Für schnelle Hilfe eignen sich abendliches Absammeln, Kontrollbretter und Schutzringe. Für dauerhafte Vorbeugung sind Beetplanung, trockene Randzonen, saubere Hochbeetkanten und robuste Pflanzenführung entscheidend. Wenn Sie die Maßnahmen zwei Wochen lang konsequent prüfen, sehen Sie meist klar, welche Kombination an Ihrem Standort funktioniert.

Bierfallen müssen nicht Ihr Standard sein. Im Biogarten & Nachhaltigkeit zählt eine Lösung, die Pflanzen schützt, Ursachen reduziert und zur eigenen Gartenroutine passt. Mit der Checkliste, den saisonalen Hinweisen und einer nüchternen Diagnose können Sie Schnecken bekämpfen, ohne sich auf Lockfallen zu verlassen.

Häufige Fragen zu Schnecken ohne Bierfalle

Sind Bierfallen gegen Schnecken grundsätzlich ungeeignet?

Bierfallen sind nicht grundsätzlich wirkungslos, aber als Standardmaßnahme problematisch. Sie können Schnecken anlocken und lösen keine Ursachen wie feuchte Verstecke oder ungeschützte Jungpflanzen. Für naturnahe Gärten sind Absammeln, Barrieren und bessere Beetpflege meist sinnvoller.

Welche Alternative hilft am schnellsten bei stark angefressenen Jungpflanzen?

Am schnellsten wirkt die Kombination aus abendlichem Absammeln und mechanischem Schutz. Setzen Sie Schneckenringe oder Kragen um gefährdete Pflanzen, kontrollieren Sie vorher den Innenbereich und entfernen Sie nahe Verstecke. Nach Regen sollten Sie zusätzlich morgens prüfen.

Hilft Kaffeesatz zuverlässig gegen Schnecken?

Kaffeesatz wird häufig genannt, ist aber keine verlässliche Hauptmaßnahme. Bei Feuchtigkeit verliert er schnell an abschreckender Wirkung und größere Mengen können den Boden beeinflussen. Nutzen Sie lieber Barrieren, Standortpflege und regelmäßige Kontrolle.

Wie schütze ich Salat im Hochbeet ohne Bierfalle?

Halten Sie die Hochbeetkante sauber, verhindern Sie Pflanzenbrücken und kontrollieren Sie Innenwände sowie Ecken. Setzen Sie junge Salatpflanzen mit Schutzringen und gießen Sie morgens bodennah. Prüfen Sie nach feuchten Nächten, ob Schnecken bereits im Hochbeet sitzen.

Wann ist die beste Tageszeit zum Schneckenabsammeln?

Geeignet sind der späte Abend und der frühe Morgen, besonders nach Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit. Dann sind Schnecken aktiv oder noch in der Nähe der Fraßstellen. Tagsüber finden Sie sie eher unter Brettern, Töpfen, Untersetzern und dichtem Laub.